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Beschreibung

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses Gas, das in Wasser sehr löslich ist und sauren Charakter hat. Mit seinem stechenden Geruch reizt es die Atemwege.

Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Elemente wie Kohle oder Erdöl. Der im Kraftstoff als Verunreinigung enthaltene Schwefel oxidiert zu Schwefeldioxid (SO2) und in geringerem Maße zu Schwefeltrioxid (SO3).

Quelle der Verschmutzung

Die Emissionen von Schwefeldioxid sind eng mit der Verwendung schwefelhaltiger Kraftstoffe verbunden, es gibt aber auch andere Quellen wie die Herstellung von Schwefelsäure oder die Metallverarbeitung, in der Schwefel in Mineralform als Sulfid eingesetzt wird. Auch Vulkane können eine wichtige natürliche Quelle für Schwefeldioxid sein.

In der Wallonie kommen die meisten Emissionen (61 % im Jahr 2014) aus dem Industriesektor. Danach rangieren der Wohnsektor mit 25 % der Emissionen und der Energiesektor mit 7 %. Der Anteil des Verkehrssektors (1,6 %) ist im Vergleich zu anderen Schadstoffen wie beispielsweise Stickstoffoxiden gering.

Die Emissionen von Schwefeldioxid nehmen kontinuierlich ab: -91 % zwischen 1990 und 2014. Diese Verbesserung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: die schrittweise Aufgabe schwefelreicher Brennstoffe (Kohle, Heizöl) zugunsten sauberer Brennstoffe (Erdgas), die Begrenzung des Schwefelgehalts von Brennstoffen, die wichtige Rolle der Kernenergie in der Energieerzeugung, eine rationellere Energienutzung, die Fortschritte in der Abfallbehandlung sowie zugegebenermaßen auch der Niedergang der Schwerindustrie in der wallonischen Industrielandschaft.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Schwefeldioxid reizt Schleimhäute und Augen. Es verursacht Atembeschwerden bei anfälligen Personen (Menschen mit Asthma oder chronischen Atemwegserkrankungen usw.), die zu einer Zunahme der Krankenhauseinweisungen führen können. Bei hoher Dosis ist es für Bronchokonstriktion, Bronchitis und Tracheitis sowie langfristig für chronische Bronchitis verantwortlich. In Verbindung mit hohen Partikelkonzentrationen können wir sogar einen Anstieg der Mortalität beobachten, wie dies während der Vorfälle in Engis 1930 oder in London 1952 der Fall war.

In der Atmosphäre kann sich Schwefeldioxid in Sulfate verwandeln und dadurch indirekt an der Verschmutzung durch Feinstaub beteiligt sein.

Auswirkung auf die Umwelt

Schwefeldioxid kann das Pflanzenwachstum verändern und die Ökosysteme stören. In der Atmosphäre verwandelt es sich in Schwefelsäure, die sich auf dem Boden und in der Vegetation ablagert und dadurch zur Versauerung und Verarmung der natürlichen Umwelt beiträgt. Es galt deswegen in der Vergangenheit als Hauptursache für das Phänomen des sauren Regens und des Waldsterbens. Schließlich trägt es auch zur Zerstörung der im Bauwesen verwendeten Materialien bei und beschleunigt insbesondere den Verfall von Gebäuden, die Teil unseres historischen Erbes sind (Kalkstein ist besonders anfällig).

Die Lage in der Wallonie

Nach dem starken Rückgang der Emissionen können wir jetzt mit Sicherheit sagen, dass in unseren Regionen die Verschmutzung durch Schwefeldioxid unter Kontrolle ist und dass die geltenden europäischen Normen sowie die Empfehlungen der Weltorganisation der Gesundheit weitgehend eingehalten werden.

Messmethode

Schwefeldioxid wird kontinuierlich und in Echtzeit unter Verwendung von Überwachungsgeräten nach dem Prinzip der UV-Fluoreszenz gemessen.

Mehr erfahrenhttp://www.awac.be/index.php/2017-03-28-09-19-01/emission-de-sox

 
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