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Beschreibung

Stickstoffoxide (NOx) bestehen aus einer Mischung von Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Sie entstehen bei Verbrennungsphänomenen durch die Hochtemperaturoxidation von Stickstoff (N2) in der Luft und in geringerem Maße durch den in Kraftstoffen enthaltenen Stickstoff. Der Großteil dieser Emissionen erfolgt in Form von Stickstoffmonoxid (NO), das in der Atmosphäre eine kurze Lebensdauer hat und zu Schwefeldioxid (NO2) oxidieren kann. Stickstoffmonoxid- und dioxid bilden somit ein dynamisches Gleichgewicht und werden deshalb gemeinsam untersucht.

Das NO2 geht in die Berechnung des Belgischen Index der Luftqualität BelAQI ein.

Quelle der Verschmutzung

Die anthropogenen Emissionen stammen hauptsächlich aus Verbrennungsprozessen; Hauptquellen für Stickstoffoxide sind die energieintensiven Sektoren. In der Wallonie ist der Verkehrssektor für die Hälfte der anthropogenen Emissionen verantwortlich, gegenüber etwa 30 % für den Industriesektor. In städtischen Gebieten, in denen die Emissionen durch den Verkehr überwiegen, können die Konzentrationen von Stickstoffoxiden in der Luft sogar als charakteristisch für die Verkehrsdichte und -bedingungen angesehen werden.

Auswirkungen auf die Gesundheit

In Konzentrationen, die normalerweise in der Luft vorzufinden sind, wird Stickstoffoxid nicht als toxisch angesehen.

Stickstoffdioxid ist ein Oxidans, das die Atemwege und insbesondere die Bronchien reizt. Personen, die an Asthma oder chronischen Atemwegserkrankungen leiden, sind hinsichtlich dieses Schadstoffs als gefährdete Bevölkerungsgruppe anzusehen. Bei Kindern erhöht es die Empfindlichkeit gegenüber Krankheitserregern.

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass ein Anstieg der Konzentrationen von Stickstoffdioxid insbesondere mit einem Anstieg der Zahl der Todesfälle aufgrund kardiovaskulärer Ursachen einhergeht.

Stickstoffdioxid ist neben seiner direkten Auswirkung auf die Gesundheit ein Vorläufer für die Ozonbildung (vgl. Datei Ozon). Es kann sich außerdem in der Atmosphäre in Salpetersäure verwandeln und mit Ammoniak NH3  reagieren, um sekundäre Aerosole zu bilden.

Auswirkung auf die Umwelt

Stickstoffoxide sind an der Versauerung der Umwelt beteiligt und ihre Auswirkungen fördern die Eutrophierung der Umwelt. In der Tat übersteigt die Stickstoffversorgung die Absorptionskapazität bestimmter Ökosysteme und schafft durch die Bevorzugung bestimmter Arten mit der Folge eines Verlusts an biologischer Vielfalt ein Ungleichgewicht.

Als Vorläufer von Ozon hat Stickstoffdioxid aufgrund der Bildung von Ozon einen indirekten Einfluss auf die Ernteerträge.

Die Lage in der Wallonie

Innerhalb des wallonischen Maßnahmennetzwerks stellt Stickstoffdioxid kein Problem hinsichtlich der Einhaltung der europäischen Grenzwerte oder der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation dar. Modellierungen deuten jedoch darauf hin, dass diese Standards lokal (in Verkehrsnähe) überschritten werden könnten, wie dies für die Städte Brüssel und Antwerpen der Fall ist.

In Bezug auf die Stickstoffablagerungen wird davon ausgegangen, dass die Auswirkung auf die Versauerung kaum noch ein Problem darstellt. Dies gilt allerdings nicht für die Rolle von Stickstoff im Eutrophierungsprozess.

Messmethode

Stickoxide werden kontinuierlich und in Echtzeit unter Verwendung von Überwachungsgeräten nach dem Prinzip der Chemilumineszenz gemessen.

Mehr erfahren: http://www.awac.be/index.php/2017-03-28-09-19-01/emission-de-nox

 
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